Das alte "Monte" war eine legendäre Wiener In-Disco, die nach Jahren des Abstiegs allerdings nicht mehr das Publikum anzog, für das sie ursprünglich gedacht war. Bei der Neuübernahme zu Beginn der 90er war ein völliger Neubau daher unumgänglich.

Die geringe Größe des Lokals erforderte präzise Planung; Neue Elektrik und eine zeitgemäße Lüftungsanlage waren unterzubringen, wobei die behördlichen Auflagen mit etlichen Finten originell interpretiert wurden... Erstmals habe ich bei diesem Projekt CAD-Programme eingesetzt; meine Computer waren damals noch nicht wirklich soweit, allerdings habe ich verstanden, wie Zaha Hadid zu ihren dekonstruktivistischen Strukturen kommt :-)

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Am Anfang der Planungsarbeiten stand die Überlegung, wie die Besucher sich durch den nicht allzugroßen Raum bewegen würden. Das Ergebnis war eine komplexe Abfolge von genau geplanten Barrieren und Durchlässen, von verschiedenen Niveaus und Sichtbeziehungen, da es wichtig erschien, den verschiedenen Gästetypen jeweils passende Aufenthaltsbereiche anzubieten. Die Möglichkeiten reichen nun vom "sehen und gesehen werden" entlang des großen Hauptganges bis zu fast intimen Bereichen, in denen man abgeschieden mit Freunden eine Flasche Whiskey teilt und trotzdem das ganze Lokal im Auge behalten kann. Hier beispielhaft einige der entsprechenden Skizzen.

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Meistens entferne ich bei meinen Umbauten alle Zwischenwände und Einbauten, bis die reine tragende Struktur zum Vorschein kommt. In diesem Fall war es unumgänglich, um Platz für die Installationen zu bekommen: Die Lüftungskanäle verlaufen in den leicht erhöhten Bereichen des Lokals.

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Nach nur wenigen Monaten Umbauzeit war das Lokal fertig - mit flächigem Licht versuchte ich, massive Strukturen wie Pfeiler und Bars aufzulösen. Die Schrägstellung aller Strukturen lässt den Raum größer erscheinen, da das Auge durch die längeren Diagonalen getäuscht wird. Unterschiedliche Boden- und Wandbeläge definieren die verschiedenen Funktionszonen des Raums.

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Bereits bei der Eröffnung hat sich das Konzept weitgehend bewährt; nur die verspielten Beleuchtungskörper verschwinden bald von den Wänden, das war zuviel des Guten. Das Bild links unten zeigt die letzten Montagearbeiten - die ersten Gäste nahmen ihre Drinks, während die letzten Schrauben angezogen wurden...

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